FeuerTexte für die Poententage 2o16

Poetentage Feuer

In Memoriam:

Nuklearkatastrophe von Tschernobyl
26. April 1986

Die Feuerwehrmänner rückten aus,
im Kraftwerk brach ein Feuer aus.
Die Männer halfen in der Not,
es war die Fahrt in ihren Tod.

Brandkatastrophe in der Gletscherbahn Kaprun
11. November 2ooo

Voll Freude stiegen sie in die Gondel ein
und fuhren in den Tunnel ein.
Ein Feuer ist bald ausgebrochen,
das letzte Wort hat der Tod gesprochen.

Terroranschlag auf das World Trade Center
11. September 2oo1

Explosionen – Feuerbälle,
niemand wusste auf die Schnelle,
was hier geschah an jenem Morgen,
doch es war ein großes Morden.

© 2o16 Monika-Maria Ehliah Windtner

Ich sehe es als meine moralische Verpflichtung
auch solch tragischen Ereignissen Raum zu geben
und Beachtung zu schenken.
Mit lieben Grüßen
Monika-Maria

Nachlese zu den 7.Landler Poetentagen ist erschienen

Nachlese Feuer 2o16

Schon Anfang voriger Woche hat mich die
*Feuer-Nachlese* inklusive wunderbaren feurigen Geschenken erreicht.
An dieser stelle mein allerherzlichster Dank an die Initiatorin und Organisatorin der Poetentage
Frau Friederike Amort.
Danke Fritzi für all dein tun, wirken, schaffen, erschaffen. Ebenso danke für deine innigen, ehrlichen Wertschätzungen den Autorinnen und Autoren gegenüber.

Feuer

Herzlichst mit lieben Grüßen
und den besten Wünschen
Monika-Maria

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Feuer Vierzeiler

Wer mit dem Feuer spielt der weiß,
dass dies werden kann sehr heiß –
dass das Feuer dieser Glut,
mehr schaden oft als nützen tut.
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Nicht nur im Ofen das Feuer brennt,
auch das Liebesfeuer mancher kennt.
Doch manches Stroh gar länger glüht,
als das Herzensfeuer blüht.
***

Feuer und Wasser Luft und Erde,
dem Menschen es zum Heile werde.
So hütet doch das Gleichgewicht,
Erdball sonst auseinander bricht.
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Die Scheiter brennen im Kamin,
die Flammen züngeln vor sich hin.
Wohlwollend warm ist jeder Raum,
am Fensterbrett – aus Schnee ein Saum.
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Lauffeuer

Viele Menschen schüren ein Feuer,
das da brennt – so lichterloh.
Doch der Preis dafür ist teuer,
Betroffene sind gar nicht froh.

Zungen züngeln wie die Flammen,
oft entsteht ein Flächenbrand,
Wortschwaden die verdammen,
ziehen hurtig durch das Land.

Einzudämmen so ein Feuer,
das ist wahrhaft Schwerarbeit.
Zieht umher als Ungeheuer,
sorgt für Schaden weit und breit.

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Entflammtes Dichterherz

Die Liebe zu der Dichterkunst,
ist eine wahre Feuersbrunst.
Liegt sie im wahren Herzensort.
so geht es immer fort und fort.

Der Dichter für das Wort entflammt,
das da aus seinem Geiste stammt.
Dichten, reimen, Silben zählen,
Worte sehr bedacht auswählen.

Die Leidenschaft wie Feuer brennt,
wenn Texte fließen ungehemmt.
Das ist die Glut die glost, die brennt,
die gerne man auch Liebe nennt.

© Monika-Maria Ehliah Windtner
2o16

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In der Ruhe liegt die Kraft

schwan_monika

Foto: Uwe Christian Ganglmair
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Rastlos in den Scheinwelten

Beschäftigt sein mit tausend Dingen,
der Ruhe gar nichts abgewinnen.
Kommt Stille auf in den vier Wänden,
wollen sie das rasch beenden.

Chatten, fernsehen, bei Facebook sein,
das ist als Ablenkung doch fein.
Auch noch Musik in lauten Tönen,
kein Mensch kann so der Ruhe frönen.

Hier bleibt kein Platz um nachzudenken,
um Achtsamkeit dem Leben schenken.
Nachdenken wollen viele nicht,
weil die Scheinwelt sonst zerbricht.

© Monika-Maria Ehliah Windtner

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Für mich ist es sehr erschreckend wie rastlos,
hektisch und rund-um-die-Uhr-beschäftigt
viele Menschen sind.

Mir scheint als glauben so manche Mitmenschen;
dass es nicht chic ist einmal nichts zu tun.
Erfolgreich ist nur jener Mensch der meist *im Stress* ist.
Sich Zeit zu nehmen um einfach einmal nichts zu tun,
ist schlicht und ergreifend unchic.

Mit lieben Grüßen in diese Nacht,
verbunden mit den besten Wünschen und liebsten Grüßen.
Monika-Maria