Dem Ahnenfest entgegen ….

Weinlaub

Durch den Nebel hindurch leuchten die farbenprächtigen Blätter besonders kraftvoll. Dieser Oktober zeigt sich wahrhaftig von einer bezaubernden Seite. So, als wolle er uns besonders erwartungsfroh auf die nun kommenden Monate des schlank gewordenen Kalenders machen. Diese haben wahrhaftig vieles zu bieten an dem sich mein Herz erfreut, meine Seele beglückt. Raschelndes Laub beschert doch allemal herzerwärmende Gefühle und heimelige Gedanken.
An der alten Friedhofsmauer glänzt das Laub des wilden Weines in vielen verschiedenen Rottönungen, dazwischen noch grün, gelbgrün.
Es ist zu sehen, dass wir auf das große Ahnenfest zugehen. Am Friedhofsareal herrscht Geschäftigkeit. Sträucher, Bäume, Hecken werden fachgerecht zurückgeschnitten.
Dunkelste Graberde und weiße Kieselsteine werden angeschleppt. Erde auf den Gräbern, Kieselsteine um die letzten Ruhestätten verteilt. Laub oder vertrocknete Blätter welche vom Wind herbeigezaubert wurden, werden schnellstens entsorgt, so als sei es giftiger Müll.
Alles muss seine Ordnung haben. Ist doch klar. An der Wasserstelle lasse ich meine Hundefreunde trinken. Sie sind fröhlich gestimmt, ja ein bisschen übermütig. Sie erfreuen sich aneinander und an dem Spaziergang. Wir werden beobachtet. Viele der hier geschäftigen Menschen kenne ich. Nein, nicht viele, sondern fast alle. Flüchtig, näher oder sogar gut. Inzwischen ist der Himmel blau geworden und Sonnenschein lächelt über allem Geschehen. Die Gräber sind mit ihrem Blumenschmuck wahrhaftig ein Augenschmaus. Sie sind liebevoll gestaltet, manche überbeladen, andere schlicht, geradlinig, einige, aber wirklich nur einige verwildert. Ich schaue und sinniere. Nehme wahr, was sich meinem Augen und Ohren bietet, auch das was ich an feinstofflichen Energien erspüren darf. Und wieder ein Gedanke, der sich so oft bei mir meldet. Es ist nicht mein Gedanke. Es ist Peter Roseggers niedergeschriebener Gedanke, er fliegt mir schon wieder zu, will wahrgenommen und beachtet werden. Klar, sonst wäre er nicht in meinem Bewusstsein. Ich schenke ihm meine Beachtung, lächle und ziehe still mit meinen liebenswerten Begleitern von dannen….

© Monika-Maria Ehliah Windtner
19.1o.2o14

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s