… auf Allerheiligen zu …

Blumen

Streut Blumen …

Der Herbst hat Einzug gehalten. Rotes Weinlaub glänzt in der milden Nachmittagssonne. Vertrocknetes, braunes Laub liegt am Boden. Der Wind spielt mit diesen abgestorbenen Blättern. So, als wolle er diese noch einmal zum Leben erwecken und seine Aufforderung zum gemeinsamen Wettlauf aussprechen. Es ist schon merklich kahler geworden in den Baumkronen und Blattgold funkelt den aufmerksamen BetrachterInnen entgegen.

Nun die Natur befindet sich wieder in eine Wandlungsphase: stirb und werde der ewige Kreislauf. Ein Kreislauf der das ganze Jahr über seine Wirksamkeit beibehält. Jedoch im Herbst ist es am auffälligsten. Ja, am bemerkenswertesten. So nehmen wir Menschen in dieser Zeit das ab-sterben besonders deutlich wahr. Auch für mich ist diese Zeitspanne immer wieder sehr berührend. Meine Gefühlsfarbenwelt ist noch ein bisschen intensiver.

Bei meinen Spaziergängen komme ich auch regelmäßig, meist täglich an unserem Friedhof vorbei. Nein ich komme nicht vorbei, sondern ich gehe durch. Bewusst nehme ich auch das Geschehen dort wahr. Nun, es sind deutlich mehr Menschen dort unterwegs als sonst. Zu beobachten ist, dass nun schon die letzten Ruhestätten für Allerheiligen vorbereitet werden.

Viele Blumen, hauptsächlich Chrysanthemen, in allen Größen, Formen und Farben werden auf den Gräbern platziert. Schwarze Graberde und weiße Kieselsteine werden herbei geschafft. Engelfiguren und Kerzen, Kränze, Herzen, Kreuze aus Moos oder getrockneten Blumen werden liebevoll und sorgfältig arrangiert und drapiert. Ich finde diese Szenarien immer wieder aus Neue sympathisch, lobenswert, liebenswert, ehrenswert, wichtig und wertvoll.
Doch kommen mir dazu die Gedanken in den Sinn, die der begnadete Dichter und Poet, Peter Rosegger im vorletzten Vers in seinem Gedicht *Wünsche zum neuen Jahr* geschrieben hat, nämlich: … und viel mehr Blumen, solange es geht nicht erst an Gräbern – da blüh´n sie zu spät …

Sehr wünsche ich mir, dass möglichst viele Menschen dies erkennen mögen. Erkennen und leben, im HIER – im JETZT – in jedem Augenblick…

So ist dieser Text entstanden, weil mir die Thematik ein Herzensanliegen ist. Ich möchte ihn auch als solches verstanden wissen. Es liegt mir wahrhaftig fern dieses von mir beschriebene Tun von liebenden Menschen etwa abzuwerten oder in Frage zu stellen.

Mit Herz und mit Segen verbleibe ich mit den besten Wünschen für euch alle!

© Monika-Maria Ehliah Windtner

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8 Gedanken zu „… auf Allerheiligen zu …

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