… zum Weltkinderschutztag …

Kinder

Es geht uns alle an

Es war vor gut zwanzig Jahren, beim Einkaufen eine Mutter mit ihren kleinen Sohn beobachtete, die diesen strübste, auf die Finger schlug und an den Haaren zog, trat ich an sie heran und machte sie darauf aufmerksam, dass ihr Verhalten dem Kind gegenüber Unrecht ist UND DASS ICH DIES ZUR Anzeige bringen werde, waren die Menschen welche sich in unserer Nähe befanden entrüstet. Ja, sie waren entsetzt, weil ich mich in eine Angelegenheit einmische, die mich wirklich nichts angehe. Das sei alleine Sache der Mutter, wie sie das Kind erzieht. Ja es war tatsächlich so, dass ich angegriffen wurde, weil ich mich auf die Seite dieses misshandelten Kindes stellte.

Sie fanden mein Verhalten untragbar. Ihnen tat die gewalttätige Mutter leid. Ganz typisch ist in unserer Gesellschaft oftmals, dass Opfer zu Tätern gemacht werden.
Das Argument der Menschen war, wenn sich das Kind eben
ordentlich* benommen hätte, wären diese Erziehungsmaßnahmen der Mutter ohnehin nicht notwendig gewesen. Als ich nach Hause kam und den Vorfall meinen damaligen Ehemann erzählte, meinte dieser.*Mit dir muss man sich nur schämen. Warum mischt du dich immer in Dinge die dich nichts angehen.*

Es geht mich etwas an wenn ich Zeuge eines Übergriffes werde. Tatsache ist, dass es mich nicht nur sehr wohl etwas angeht, sondern dass ich verpflichtet bin, mich auf die Seite des Kindes zu stellen und zu handeln.

Sehr viele Jahre sind seit diesem Zwischenfall in das Land gezogen und mit großem Erschrecken stelle ich fest, dass sich das Bewusstsein der Menschen in dieser Hinsicht nicht wirklich nennenswert weiter entwickelt hat. Gewalt in der Kindererziehung ist für sehr viele Menschen nicht nur normal, sondern eine Notwendigkeit.

Gehen wir mit offenen Augen, Ohren und Herzen durch das Leben. Sehen wir hin, nicht weg. Zeigen wir auf und bringen das Recht zu denen, die sich selber nicht wehren können oder sich nicht zu wehren wagen.
© Monika-Maria Ehliah Windtner
2o.11.2o15

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5 Gedanken zu „… zum Weltkinderschutztag …

  1. hannahbuchholz

    Ganz recht, man muss sich einmischen, wenn man erlebt, wie Kindern Gewalt angetan wird, sonst wird man – stillschweigend – zum Mittäter… / zur Mittäterin… !
    Gewalt, die sich gegen Kinder richtet, ist leider Gottes immer noch in vielen Familien an der Tagesordnung, und dies darf man nicht hinnehmen – keiner von uns!
    Gottseidank gibt es Menschen wie dich, Monika-Maria, und wie dich, Ilanah, die den Mut haben, sich einzumischen… !!
    Danke für diesen Beitrag und liebe Grüße
    von Hannah

    Antwort
    1. Monika-Maria Ehliah Autor

      Hallo, liebe Hannah ich grüße dich herzlich!
      Danke für deine Besuche in meinem Gedanken-Reich. Danke für dein dich einlassen auf diese Thematik. Danke für deine Stellungnahme. Es tut gut zu wissen, dass es doch sehr viele Menschen gibt, für denen es ganz klar ist, dass Gewalt an Kindern ein strafrechtliches Vergehen darstellt und nicht einfach *so dazu gehört* zur Kindererziehung.
      Auch danke ich dir für deine Anerkennung.
      Ich denke, dass wir in Zukunft noch viel mehr in gesellschaftlichen, mitmenschlichen Belangen hinsehen, austehen und Unrecht aufzeigen müssen. Das sind wir den Schwachen schuldig. Ich muss es sowieso tun, ich kann nicht anders…
      Segen dir und all deinen Lieben.
      HERZ-lichst
      M.M.

      Antwort
  2. Pingback: Aber Hallo – braucht es für alles einen besonderen Tag ? | zentao blog über zen + anderes

  3. Ilanah

    Ich kann deine Erfahrungen nur bestätigen. Auch ich mische mich ein, wenn es um Kinder und Gewalt geht. Und auch ich werde beschimpft, einmal hat mich eine unbeteiligte Passantin sogar angespuckt, weil ich mich einmischte.
    Von mir aus könnte jeden Tag Weltkindertag sein, es ist bitter nötig.

    Antwort
    1. Monika-Maria Ehliah Autor

      Grüß dich meine Liebe!
      Danke dir für deine Worte.
      Danke für dein Engagement. Es ist so wichtig und notwendig.
      Ich verstehe nicht, dass es Leute gibt, die das stört,
      wenn andere Mitmenschen handeln.
      Vielleicht sind sie sogar neidisch, weil sie es auch tun möchten, aber den Mut dazu nicht haben. Oder sehen sie sich leid, weil ihnen nicht geholfen wurde, als sie Hilfe dringend notwendig gehabt hätten. Ich weiß es nicht. Aber ich weiß, dass ich mich freue über dich und deine Achtsamkeit.
      Segen und Freude sei in deinem Hause.
      HERZ-lichst mit viel Segen
      M.M.

      Antwort

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