… sich in Achsamkeit üben …

schnelllebig

Schnelllebig

Sonnenschein und viel zu warm,
der Winter nimmt uns auf den Arm.
Die Gänseblümchen blühen in Massen,
das ist im Grunde nicht zu fassen.

Viele Menschen schreien den Frühling herbei,
so, als ob die Zeit dafür reif schon sei.
Weihnachten vorbei, wollen sie schon den Lenz,
im schnellen Leben liegt die Präferenz.

Anstelle das jetzt, das heute zu genießen,
wollen sie sich in der Zukunft schon wissen.
Die Tage werden gelebt so ganz nebenbei,
und für alles was ist, gibt es ein riesen Geschrei.

Für mich ist es erstaunlich und gleichzeitig erschreckend, welch eigenartiges Verhalten viele meiner Mitmenschen an den Tag legen. Es fällt mir wiederum besonders in den letzten Wochen auf. Kaum war das Weihnachtsfest vorbei, riefen und jammerten sie schon nach dem Frühling. Sie jammern, weil sie angeblich den Schnee vermissen. Kaum schneit es, beklagen sie das schlechte Wetter und wie herrlich es doch sei, wenn der Frühling doch endlich Einzug halten würde. Es wird gejammert, weil in der Natur dringend Regen gebraucht wird. Gut, es regnet und das Gejammer hebt von vorne an.

Also ich für meinen Teil finde das erbärmlich. Viele meiner lieben Mitmenschen sind derartig gespalten dass ich kaum Worte dafür finde. Manchmal vermute ich, dass sie einfach nur so dahin plappern ohne eigentlich wirklich zu wissen was sie wollen. Kaum liegt der neue Arbeits-Tag vor uns, freuen sich die meisten wieder auf den Feierabend. Gleichzeitig jammern sie aber, dass die Zeit so schnell vergeht. Ich frage mich allen Ernstes, was ist mit den Leuten los?

Gerade im Umgang mit der Zeit, mit den Jahreszeiten wäre es ein Leichtes, sich in Achtsamkeit zu üben. Bewusst das wahr zu nehmen und zu leben, was gerade eben ist. Es wird so viel und wichtig geredet über das Leben im *hier und jetzt*, aber viele von denen welche solch Weisheiten hinausposaunen leben genau das wenig bis gar nicht.

Es wäre doch bereichernd, genau das zu leben und anzunehmen was uns genau zu dieser Zeit, genau jetzt geschenkt wird.

© Monika-Maria Ehliah Windtner
22.2.2o16

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16 Gedanken zu „… sich in Achsamkeit üben …

  1. Rachel

    Ich muss gestehen, dass ich zu diesen Menschen doch irgendwie dann auch gehöre. Ja, ich freue mich auch im Winter schon auf den Frühling. Doch ist das falsch`? Wäre es anders, wäre es mit Gleichgültigkeit gleichzusetzen, so, als würde ich alles eben einfach mal so hinnehmen wie es ist. Dass wir das Wetter NICHT beeinflussen können, dies weiß, glaube ich jeder Meckerer, der sich anderes wünscht. Das ist einfach so. Doch deshalb nehme ich alles sehr genau wahr. Ich verleugne damit das Jetzt keinesfalls. Ich jedenfalls bin noch keinem Menschen begegnet, der nicht auch schon einmal so gedacht hat, der aber das Jetzige annimmt, weil es gar nicht anders geht…

    LG, Edith

    Antwort
    1. Monika-Maria Ehliah Autor

      Edith ich grüße dich und danke dir für dein hier sein.
      Ich meinte damit nicht das annehmen von Situationen die uns vom Leben unweigerlich serviert werden. Ich dachte dabei viel mehr an Situationen die von Natur aus gegeben sind.
      Ich denke dabei an die ewigen ReklamiererInnen und NoerglerInnen die sich durch das Leben jammern und ich Wahrheit nicht wahr nehmen, dass es ihnen im Grunde sehr gut geht.

      Ganz liebe Grüße und Segen!
      M.M.

      Antwort
      1. Rachel

        Du Liebe, dann habe ich es wohl falsch verstanden, ich dachte, du beziehst es auf die natürliche Natur, weil du davon geschrieben hast. Wahrheitsfindung steht ja auf einem ganz anderen Blatt, und dann gebe ich dir vollkommen Recht. Es sind immer die am jammern, die immer nur mehr wollen, sich nie zufriedengeben – richtig? Dann gehe ich mit dir konform!!!!
        Auch für dich Gottes großen Segen

        herzlichst, Edith

    1. Monika-Maria Ehliah Autor

      Liebes Blumenkind, danke dir!
      Ich denke, dass er sich auf Grund der vielen *Manipulationen* die unsere Erde,
      unser Universum betreffen nicht wirklich manifestieren kann. Wir dürfen nicht vergessen was unsere Mutter Natur alles angetan wird. Denken wir nur daran, was alles absichtlich oder auch nicht in die Luft geschleudert wird. (Darauf will ich jetzt nicht näher eingehen!)
      Seit langer Zeit ist alles auf *Zerstoerung* programmiert….
      Die und den Blumen einen wundervollen Tag!
      Segen!
      M.M.

      Antwort
    1. Monika-Maria Ehliah Autor

      Hallo Uwe ich grüße dich herzlich!
      Du schreibst es so schoen, dass es schoener kaum geht.
      Ich will jetzt nicht antworten mit: *Ja, so ist es.*
      Denn es gehoert Bewusstsein, Mut und Weisheit dazu,
      eben das so wahr zu nehmen wie du schreibst.
      Trotz den nicht erfreulichen Dingen – die erfreulichen zu sehen….
      das ist die Kunst.
      Aber viele jammern wegen so minimalen Kleinigkeiten, dass mir schlecht wird.
      Noch dazu über Sachen die wir sowieso nicht ändern koennen.
      Hab es gut – alles, alles Gute und Segen ohne Ende!
      M.M.

      Antwort

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