Rassismus, Sexismus, fehlende Empathie bei den *Tintenfischen*!

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Am gestrigen herrlichen Sommernachmittag war ich Gast bei einer Lesung der Autorengruppe, der ich selbst viele Jahre angehörte. Die Autorengemeinschaft bedeutete mir sehr viel und demzufolge habe ich die damalige Leiterin der Gruppe aktiv und bestmöglich unterstützt bei ihrer Arbeit. Ich tat dies mit Engagement und Freude.
Ja, ich war stolz darauf *Den Tintenfischen*, der Sankt Florianer Autorengemeinschaft anzugehören. Noch dazu wo nur die Leiterin und ich *Florianerinnen* waren. Alle anderen AutorInnen Gemeinschaft kamen und kommen aus benachbarten Gemeinden. Bis zum Ausscheiden der damaligen Leiterin war ich Teil dieser Gemeinschaft. Nach ihren Ausscheiden wurde ich elegant hinaus gemobbt. In dem Augenblick indem ich meine Entscheidung getroffen habe, die Gruppe als neue Leiterin zu übernehmen. Ich wollte die Gruppe übernehmen und weiterführen weil sie mir am Herzen lag und vor allem deswegen, weil es der ausdrückliche Wunsch der ehemaligen Gründerin der Autorengemeinschaft Frau Irmgard Holaschke gewesen ist. Diese hat mich drei Tage vor ihrem Ableben noch zu sich rufen lassen um mir noch einmal zu sagen, dass sie gerne *ihre Tintenfische* in meinen Händen sehen möchte. Zumal Frau Holaschke auch wusste, wie sehr mir das Wort an sich, egal ob geschrieben, gesprochen, gesungen eine Thematik ist die mir sehr viel bedeutet und ich Wert auf schöne Worte, niveauvolle Sprache lege. So weit – so gut.

Vor einigen Tage habe ich erfahren, dass für den gestrigen Nachmittag eine Lesung im Literaturgarten stattfindet. Darauf freute ich mich und beschloss dieser beizuwohnen.

Im Literaturgarten angekommen war ich sehr erfreut. Ich begegnete nicht nur meinen ehemaligen AutorenkollegInnen, sondern auch einigen Gästen die schon zu meiner Zeit zu unseren Lesungen kamen. Die Stimmung war gut.

Für mich änderte sich das aber schlagartig als ein Autor seine Texte vortrug. Zu meiner Zeit war dieser nicht der Gruppe zugehörig, war jedoch schon in früheren Zeiten ein Tintenfisch, schied dann aus, ist jetzt wieder dabei.
Seine Texte triefen vor Rassismus. Dann kam noch dazu Sexismus, indem er sich so glaubte er zu mindestens in dichterischer Form dem Burkini widmete. Ja und dann gab es noch eine Draufgabe, nämlich als er ein Gedicht vortrug, das er in spaßiger Form den *guten Verkäufern* widmete. An sich wäre das ein gelungener Test gewesen hätte er nicht Passagen eingebaut die einfach ein absolutes *das geht gar nicht* sind. Nämlich, ein guter Verkäufer verkauft Fernsehgeräte an Blinde und Radios an Gehörlose. Also ich muss sagen, der Gipfel der Geschmacklosigkeit wurde aus meiner Sicht nicht nur erreicht, sondern weit übertroffen.

©Monika-Maria Ehliah Windtner
28.o8.2o16

 

Nachdenkliche, traurige Grüße!
Traurig in vielerlei Hinsicht….
Habt es gut.

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3 Gedanken zu „Rassismus, Sexismus, fehlende Empathie bei den *Tintenfischen*!

  1. luke Elljot - Autor

    Ach lieber Rose. Deine Worte entspringen der gleichen Brutstätte, wie du es nennst. Mangelnde Informiertheit und fehlende Vorurteilsfreiheit. Was tust du anderes als zu klassifizieren. Erst denken und dann schreiben.
    Liebe MM. Aufstehen und dagegenhalten. In einem offenen Gespräch. Normalerweise würde ich mich zu diesem Thema überhaupt nicht äußern. Doch habe ich dich hier als liebenswerten Menschen kennenglernt. Bleib in dir und halte an dem fest an was du glaubst und was du bist. Nicht nachgeben.
    In Verbundenheit. Luke.

    Antwort
  2. Angelo Rose

    Rassisten wird es leider immer geben, so lange es Religionen und Parteien gibt.
    Denn das sind die Brutstätten des Rassismus, aber auch unser Schulsystem trägt einen kräftigen Beitrag dazu bei. Und natürlich unser Drang alles klassifizieren zu wollen, so haben wir eine 1 und 3 Welt, ja selbst die Menschen werden in diversen Klassen unterteilt.

    Nun kennen die Menschen aber nicht nur Ehrgeiz und Neid, nein schlimmer noch dies wird von Wirtschaft, Politik und Religion auch noch geschürt und angefeuert, durch unsere pyramidenförmige Gesellschaftsform.

    Antwort

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