Gestern in einer Zahnarzt-Praxis

Zahnarzt

Im Wartezimmer der Zahnärztin warteten drei erwachsene PatientInnen, ein ungefähr neun jähriges Mädchen und ich auf die Behandlung. Das Mädchen war sehr vertieft in ein Buch indem sie während der Wartezeit las. Es war ganz still im Wartezimmer. Das änderte sich, als eine Mutter mit ihrem Mädchen, ich schätzte das Kind auf ungefähr fünf, sechs Jahre, den Warteraum betrat. Das Mädchen begann umgehend die Bücher und Spielsachen, welche den wartenden kleinen PatientInnen zur Verfügung stehen auf den Boden zu werfen und mit den Füßen dagegen zu treten. Die Mutter räumte dies wieder auf, was aber ihrer Tochter sichtlich missfiel. Wiederum nahm sie die Sachen und warf dieses Mal alles gegen die Wand. Als die Mutter daraufhin erneut Ordnung machen wollte, bekam sie von ihren Kind ein deutliches Verbot indem sie sagte sie solle das unterlassen, denn schließlich müsse es hier doch eine Putzfrau geben deren Arbeit das Aufräumen sei. Die Mutter hielt sich an die Anweisungen ihres Kindes und nahm eine Zeitschrift zur Hand um zu lesen. Auch das gefiel dem Kind nicht, denn sie wollte die Aufmerksamkeit der Mutter. Als sie mit ihrer Mama ausdiskutiert hatte, was diese zu tun hat, machte sie sich umgehend daran mit den Kindersesseln Fußball zu spielen. Nun kam eine Sprechstundenhilfe und bat das Mädchen, sich etwas leiser zu verhalten. Aus Rücksichtnahme auf die anderen Menschen in diesem Raum. Das Mädchen zeigte dieser Frau den Mittelfinger und sagte: “Du hast mir überhaupt nichts zu sagen. Ist das klar!”
Fazit: Das Kind lärmte, polterte und lärmte. Im Zuge dessen schlug sie dem lesenden Mädchen das Buch aus der Hand. Die Mutter saß da und beobachtete ihr randalierendes Kind.
So, nun kam die Zahnärztin persönlich ins Wartezimmer und
bat die Mutter, dass sie doch bitte für Ruhe sorgen möge.
Darauf sagte die Mutter, dass es doch eine Möglichkeit wäre, ihr Kind den anderen wartenden Menschen vorzuziehen und als nächste Patientin dranzunehmen. Die Ärztin erklärte, dass sie dies nicht tun kann, weil das kommt nur dann in Frage, wenn jemand starke Schmerzen hat oder Fieber.
*Dann gehen wir eben, wenn wir hier nicht gerne gesehen sind,” antwortete die Mutter. Die Ärztin, ”doch sie sind schon gerne gesehen, aber ihr Kind darf nicht so wüten.”
Daraufhin nahm die Mutter das Mädchen mit den Worten “komm, wir gehen”, an die Hand. Das Kind plärrte: “Ja ich gehe aber nur mit, wenn wir zu MC Donalds fahren und wenn ich die Puppe kriege die du mir gestern nicht gekauft hast.”
Die Mutter versprach die Wünsche umgehend zu erfüllen.

Mit lieben Grüßen und den besten Wünschen
Monika-Maria

Ich danke euch herzlich für eure Gedanken, Gefühle,
für eure Kommentare zu meinem Beitrag.
Danke für euer reges Interesse!

Liebe Grüße und alles Gute!
MM.

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27 Gedanken zu „Gestern in einer Zahnarzt-Praxis

  1. fritzi

    au weia,
    da kommt ein gewaschene tyrannin heran,
    man kann den kindern sehr wohl grenzen aufzeigen,
    mit geduld und altersgerechter erklärung,
    aber das hat die mutter bereits von vornherein versäumt.
    so muß das kind erst im kindergarten und in der schule lernen,
    was grenzen sind, …,
    das kann dann für beide ziemlich hart werden,
    aber das leben ist eben ein ewiges lernen!
    danke monika maria für die schilderung,
    lg. fr.

    Antwort
    1. Monika-Maria Ehliah Autor

      Grüße dich, liebe Fritzi,
      aber mit Sicherheit kommt auf die Beiden noch viel Ungutes zu.
      Deshalb wäre es wahrhaftig not-wendig, wenn die Frau Mutter,
      ihr Fehlverhalten erkennen würde. Aber so wie die drauf war im Wartezimmer,
      wird da wohl noch vieles geschehen …. müssen.
      Momentan ist sie noch in der *Angriff ist die beste Verteidigung*-Position.
      Danke Frizi für dein hier sein und deine Meinung.
      HERZ-lichst mit Segen!
      M.M.

      Antwort
      1. fritzi

        liebe monika maria,
        ich fürchte, daß derartige vorkommnisse keine seltenheit sind,
        denn wie du richtig schreibst,
        sind die eltern mitschuld an ihrer eigenen misere.
        selbst egoistisch,
        den eigenen bedürfnissen ausgeliefert
        und damit zurecht völlig überfordert,
        leben sie dem nachwuchs eogistisches verhalten vor!
        so ein kind, wird wenn es erwachsen wird und ist,
        schmerzhaft überall grenzen zu spüren bekommen,
        wenn es nicht alles nach deren willen geschieht.
        die folgen davon: nicht auszudenken,
        ständige ausraster, übergriffe, bis hin zum amok!
        wäre nun neugierig,
        wie die zahnarztgeschichte weiterging,
        ob sich eine praxis oder mehrere für die zwei finden ließ
        und wie diese reagierten,
        denn es ist anzunehmen,
        daß sich das zweiergespann überall so benimmt!
        danke für diese wertvolle diskussion,
        lg. fr.

      2. Monika-Maria Ehliah Autor

        Danke dir fritzi für dein ausführliches deinlassen auf meinen Bericht.
        Ja – das was du schreibst muss ich wohl oder übel unterstreichen. Schade, dass du recht hast.
        GLG M.M.

  2. LittlesPlace86

    Oweia wen soll man da eher bemitleiden? Die Mutter, weil sie sich als Erziehungsbefugte gegenüber dem Kind nicht durchzusetzen vermag und sich nicht traut, „Nein“ zu sagen oder das Kind, welches es nicht kennen gelernt hat, dass man auch einmal Sachen nicht bekommt und die Erwachsenen nicht immer Zeit für es haben… Ich weiß es nicht. Aber eigentlich tun sie mir beide sogar etwas leid.

    Ich habe selbst drei Töchter, wo ich weiß, dass die Erziehung oftmals schwierig ist, aber so ein rüpelhaftes und Rücksichtsloses verhalten haben alle drei nicht am Leib. Viel liegt es auch an der Erziehung. Vielleicht ist das Kleine auch einzelkind, wo Mama viel durch gehen lässt. Man weiß es nicht.

    Antwort
    1. Monika-Maria Ehliah Autor

      Ich grüße dich, danke für dein hier sein.
      Was erschwerend hinzu kommt, ist,
      ist die Tatsache, dass solche Mütter / Eltern denken,
      ihr handeln, oder besser, nicht handeln geschieht aus Liebe!
      Segen dir und alles Gute.
      M.M.

      Antwort
  3. Uwe

    Grässlich, ich kenn das von einer Tochter die so trotzig zu Ihrer Mutter ist wie ein kleines Vorschulmädchen, und auch gleich schreit und weint wie ein Mäderl wenn man sie kritisiert oder zu ihr eine Kleinigkeit sagt die ihr nicht in den Kram paßt !
    ABER der Unterschied diese Tochter ist 26 Jahre alt.
    Und die Mutter steht unter dem Schlapfen traurig aber wahr.
    lg und Gottes Segen
    Uwe

    Antwort
    1. Monika-Maria Ehliah Autor

      Grüße dich Uwe, danke für dein hier sein.
      Auch in diesem Fall ist die Wahrheit so,
      dass die Mutter Handlungsbedarf hat.
      Eine Psychotherapie wäre wohl not-wendig.
      Dringend notwendig.
      Die Mutter wird ansonsten ein Leben lang aus dieser
      Abhängigkeit nicht heraus kommen.
      Wer das Kind liebt zeigt Grenzen auf –
      alles andere ist falsch verstandene Liebe.
      Segen dir …. schoen,
      dass du wieder im Gedanken-Reich zu Besuch bist.
      M.M.

      Antwort
  4. Marina Kaiser

    Ui jui jui,
    da kann ich nur sagen: Segen und Liebe an das Kind und vor allem an die Mutter (!), damit sie ihre Särke und innere Sicherheit fühlen kann und es ihr zu unterscheiden gelingt, welches das stimmige Maß in jeder Situation ist. In ihrer Haut zu stecken ist sicher recht schwierig. Ich schicke ihr Licht, damit sie ihre innere Weisheit und Kraft, die auch guten Gewissens Grenzen setzen kann, fühlen und ihr folgen kann.
    Vielen Dank für das anschauliche Teilen, liebe Monika Maria.
    Gesegnete Tage wünscht dir und euch allen
    MarINa 🙂 ❤

    Antwort
    1. hansjoachimantweiler

      Liebender Arno von den begrenzenden Rosen

      Denn deren Stacheln verhüten all zu großen verspeißendenden
      Oder pflückenden Zugriff
      Leid Mitleid habe ich mit dem Kinde nicht
      Mitgefühl wohl
      Denn das Wesen diese Seele hat vorgeburtlich eine Verabredung
      Mit der der Mutter getroffen dereinst das NEIN der Liebe zu erlernen
      Sei es auch im Bankrott anarchischen Gewährenlassens…

      „Der Täter hat das Recht auf das Nein des Opfers“

      Erstaunlich das die Mitmenschen im Wartezimmer alle coabhängig verblieben
      Denn verinnerlicht „Das geht mich ja nichts an ist ja nicht mein Kind“
      Die Kinder sind
      Wir sind alle Kinder von Mutter Erde
      Die Kinder sind unsere Zukunft allemal

      danke
      Dir Arno von den väterlichen Blüten
      Joaquim von Herzen

      danke
      Dir und Monika-Maria
      Joaquim von Herzen

      Antwort
      1. fritzi

        werter Joaquim,
        dazu möchte ich folgendes, aber kurz schreiben:
        wenn „solche kinder die zukunft sind, dann gute nacht für uns „alten“!
        allerdings muß ich ihnen einem punkt recht geben,
        daß jeder so ruhig geblieben ist,
        (ehrlich gesagt, ich wäre es nicht, da ich eine ziemlich zivilcouragierte bin!)
        aber wer läßt sich schon den mittelfinger von so einem gör zeigen?
        da ist man wieder nur der „geschälte“,
        wie die zahnärztin selbst!
        mit gruß, fr.

      2. Monika-Maria Ehliah Autor

        Guten Morgen Fritzi,
        danke für dein hier sein.
        Danke für deine Meinungsäußerung.
        Auch bei meinen Spaziergängen treffe ich viele Kinder mit Müttern oder Vätern. Für mich persoenlich ist es eine, nein viele Tragoedien die sich auf dieser Ebenen *ab-spielen*. Die Eltern sind teilweise mit ihrem Nachwuchs total überfordert. Sie lassen sie einfach gewähren. Ich sehe aber auch, dass die Eltern teilweise mit sich selbst sehr beschäftigt sind und zu tun haben. Viele Eltern haben zu jeder Zeit und überall ihr Smartphone in Händen….. lesen, wischen, telefonieren. Kind macht nebenbei was es will.
        Immer oefter beobachte ich dass (speziell Mütter) den Kinderwagen mit dem Bauch vor sich her schieben, weil sie die Hände nicht frei haben. Dort befindet sich Handy und Zigarette. Also die Moral von der Geschichte, viel zu wenig Zeit und Aufmerksamkeit für die Kinder, die im Grunde die Unschuldigsten von allen sind.
        Fritzi, liebe Grüße bleib(t) gesund!
        Herzlichst
        M.M.

      3. Monika-Maria Ehliah Autor

        Joaquim ich grüße dich,
        ich bin im Grunde keine Person, welche stillschweigend solch Geschehen hin-nimmt.
        In diesem Falle habe ich mich dennoch fürs schweigen entschieden.
        Nämlich weil ich die Mutter richtig eingeordnet habe und vermutete,
        wenn ich mich hier nun zu Wort melde, gibt das einen sehr unangenehmen Wirbel,
        beziehungsweise Aufstand den die Mutter wohl gemacht hätte.
        Mit meiner Einschätzung lag ich richtig, das zeigt
        doch das Verhalten der Mutter, gegenüber der Frau Doktor.
        “ Gut, wenn wir nicht gerne gesehen sind gehen wir ….“
        und das wollte ich uns allen ersparen!
        Zweifelsohne liegt das Fehlverhalten auf der gesamten Linie bei der Mutter.
        Danke dir Joaquim von Herzen
        M.M.

      4. kunstschaffende

        Da hilft kein Psychologe oder Phädagoge, da hilft nur konzequente​ Erziehung und Grenzen setzen, vielleicht lernt sie es ja mal durch ihre Mitschüler! Die Lehrer tun mir jetzt schon leid!

  5. Struppi-2009

    Das ist ja unglaublich!!! Mutter und Kind haben keine gute Zukunft. Die Erziehung ist total falsch und die Mutter wird noch sehen was für ein „Früchtchen“ sie großgezogen hat.

    Antwort
    1. Monika-Maria Ehliah Autor

      Grüß dich Traudl,
      ja und das Kind wird immer wieder irgendwelche *Opfer* finden die
      die Tyrannei zu spüren bekommen …. solche Kinder werden dann in der Pflichtschulzeit wie
      ein Wanderpokal von Schule zu Schule verwiesen, weil kein Pädagoge Herr der Lage wird.
      Dies allerdings loest das Problem nie und nimmer, ganz im Gegenteil.
      Segen dir und Freude!
      M.M.

      Antwort

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