… ein mutiges Bekenntnis … oder … eine traurige Erkenntnis ….

Blume2

Beim Einkaufen in Linz begegnete ich einem ehemaligen Nachbarn. Er ist seit zwei Jahren Witwer. Seine Frau ist vollkommen unerwartet und plötzlich verstorben. Mit ihr war ich freundschaftlich verbunden. Nach ihrem Ableben ist er in einen anderen Ort gezogen.
Wir waren beide sichtlich erfreut über das Wiedersehen. Ich reichte ihm die Hand zum Gruß mit den Worten: „Fesch bist, jugendlich, strahlend und so unbeschwert!“ „Danke für deine Komplimente. Ja, es geht mir sehr gut.“ Antwortete er. Doch sein Gesicht wurde nachdenklich. So, dass ich im Moment dachte, doch etwas Falsches gesagt zu haben.
„Weißt du“ sprach er, als ich den Schock über den Tod meiner Frau verarbeitet hatte und die Trauer überwunden, ging es mir von Tag zu Tag besser. Ich habe sie geliebt, aber rückwirkend betrachtet erkannte ich, dass sie mich unterdrückt, schikaniert und ständig gemaßregelt hat. Trotz allen Bemühungen konnte ich es ihr nicht recht machen. Das hat mein Leben doch sehr negativ beeinflusst. Diese Last ist jetzt von mir genommen…„

Nachdenkliche Grüße sende ich hinaus in die Welt.
Segen!
Monika-Maria

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20 Gedanken zu „… ein mutiges Bekenntnis … oder … eine traurige Erkenntnis ….

  1. fritzi

    liebe monika maria,
    ich habe jetzt etwas nachgelesen,
    an den letzten tagen hatte ich kaum zeit dazu.
    nun deine beiden einträge,
    diesen hier und deine absage zum „freundinnentreff“ sind in irgendeiner weise
    sehr, sehr ähnlich!
    ich erkenne da etwas ganz wichtiges und entscheidendes,
    worauf es wirklich im leben ankommt:
    „auf die ehrlichkeit zu sich selbst“!
    sich nichts aufhalsen lassen, was man gefühlsmäßig nicht braucht (bei dir)
    und den mut,
    den tatsachen, der wahrheit ins auge zu sehen (bei dem herrn),
    denn allzuoft passiert es nach dem tod eines partners,
    daß dieser plötzlich glorifiziert und hochgelobt wird!
    entweder um den leuten oder sich selbst etwas vorzumachen
    und um das eigene gewissen zu beruhigen…!
    danke für deine erzählungen,
    lg. von mir

    Antwort
    1. Monika-Maria Ehliah Autor

      Sei mir willkommen liebe Fritzi,
      danke für deine Worte.
      Für mich sind diese wahr und wirklich, denn SO ist es.
      Zu sich selber ehrlich zu sein ist für mich unumgänglich.
      Meine liebe Freundin Anneliese-Therese,
      eine weise Waldviertler Schamanin sagt:
      *Die Wahrheit darf man sagen!“ Ich finde das auch.
      Wahrheit und Klarheit sind Edelsteine auf unserem Lebensweg.
      Danke Fritzi für dein dich-einlassen, für dein nach- und über-
      und weiter-denken.
      Herzlichst mit Segen!
      M.M.

      Antwort
  2. dobamoblog.wordpress.com

    Dieser Mann hatte das Glück, nicht in eine Selbstmitleidsfalle geraten zu sein.
    Denn sehr viele Menschen konzentrieren sich bei einem Todesfall ausschliesslich auf den Verlust des Menschen, und nur wenige sind imstande die „Wahrheit“ zu erkennen, wenn doch nicht alles so eitel Wonne war.
    Tatsächlich frage ich mich selbst seit geraumer Zeit, wie ich wohl auf einen etwaigen Tod meines Mannes reagieren würde?
    Würde ich mir selber ein Theater vorspielen in dem Glauben einen schlimmen Verlustes, nur weil wir über 40 Jahre mitsammen verbracht haben?
    Oder wäre ich imstande einzusehen, dass wir beide niemals wirklich zusammen gepasst hatten. Niemals irgend etwas Gemeinsames hatten ausser den Drang zu Frieden und Harmonie, und es deshalb selten böse Worte gab. Im Grunde aber doch jeder für sich alleine sein Leben lebte, ohne ein bisschen Wärme und Geborgenheit.
    Doch jetzt schon, wo ich das niederschreibe, kommen die Zweifel, ob es überhaupt irgendwo Männer gibt, die einer Frau wirkliche Geborgenheit schenken können? Die sich nur die Zeiten nehmen, sondern auch echtes Interesse haben, ins Herz ihrer Partnerin zu sehen?
    Hmm…????

    Antwort
    1. Monika-Maria Ehliah Autor

      Doris du Liebe ich grüße dich,
      danke für deine ehrlichen Worte. Nun, ich habe wirklich diesen Post gemacht um zum nachdenken anzuregen, weil mich dieses Erleben auch dazu veranlasst hat.
      Nun, ich bin der Meinung, dass Ehrlichkeit ganz wichtig ist. AUCH die Ehrlichkeit zu sich selbst.
      So glaube ich wäre es in keinem F>all dem eigenen Wohlbefinden in deinem geschilderten Fall ein *Theater* sich selbst vorzugaukeln. Es ist wie es ist. Wichtig ist den Respekt und die Achtung nicht zu verlieren, obwohl das nicht immer einfach ist.
      Ich denke in so einem Fall wie bei dir und davon gibt es leider viele ist Trauer da um einen Menschen mit dem man lange Zeit im Leben zusammen war. Die Trauer um den Menschen. Nicht um den MANN den man geliebt hat, denn die wahre, wirkliche Liebe wird längst gestorben sein…. Dem Menschen gegenüber Achtung zollen und alles andere kann man auch in der Trauer nicht *spielen*. Das ist meine Meinung. Ich finde es wunderbar, dass du dir diese Gedanken machst…. eine Umarmung für dich von mir.
      Zu diesem Thema koennte ich vieles berichten – aus eigenen Erlebnissen mit sozusagen *trauernden Ehe-Partnerinnen* aber das gehoert nicht hier her und würde den Rahmen sprengen….
      Liebe Grüße
      M.M.

      Antwort
  3. ellilyrik

    Liebe Monika-Maria!
    Habe es selbst erlebt nur anders herum und habe frühzeitig die Reißleine gezogen…lächel!
    Heute habe ich meinen inneren Frieden gefunden.
    Danke für deinen Beitrag.
    Alles Liebe und Segen, Elke

    Antwort
    1. Monika-Maria Ehliah Autor

      Liebe Elke, danke für deine ehrlichen Worte.
      Den Frieden mit sich selbst schließen ist so wichtig – wertvoll
      und er wendet manche Not.
      Segen und Herzensumarmungen.
      M.M.

      Antwort
      1. ellilyrik

        DANKE, liebe Monika-Maria!
        Auch ein herzliche Umarmung zurück und
        ganz viel Segen.
        Hab einen schönen Tag, herzlichst Elke

  4. samu

    Vorallem finde ich es heilend, dass er aussprach, was er fühlt, dass er dazu steht…. danke, dass du diese Unterhaltung mit uns teilst….Offenheit befreit uns vom Druck, dass immer und alles harmonisch sein muss, ich glaube nur die Auseinandersetzung lässt uns reifen und wachsen in uns selbst und in der Beziehung mit unserem Gegenüber.
    von ❤ samu

    Antwort
    1. Monika-Maria Ehliah Autor

      Ich grüße dich – ich danke dir!
      Ich habe auch als ich den Post geschrieben habe,
      dass dieses wertvoll sein kann für uns alle …
      Ich teile deine Ansichten und fühle ebenso.
      Wahrheit – Klarheit – Offenheit sind im Leben not-wendende Säulen.
      Segen dir und nur Schoenes.
      M.M.

      Antwort
    1. Monika-Maria Ehliah Autor

      Guten Morgen Lu.
      Traurig, aber ich muss dir zustimmen.
      Fatal, dass solche *starken* wirklich denken,
      dass sie stark sind. In Wahrheit sind sie komplexbehaftet
      und schwach, sonst hätten sie es nicht notwendig
      so zu agieren.
      *Wer andere klein machen muss,
      um selbst groß zu sein hat zumindest ein großes Problem.
      Meist aber mehrere.*
      Auch dir liebe Grüße und den mächtigen Segen!
      M.M.

      Antwort
      1. finbarsgift

        Da ist was dran, liebe Monika, aber nicht immer…

        Die meisten Individuen passen paarweise nicht zusammen,
        sie müssen sich zusammenraufen, wenn sie wirklich auf Dauer zusammenbleiben wollen…
        Herzliche Grüße, Lu

      2. Monika-Maria Ehliah Autor

        Liebe Mathilda,
        ja, kann dir nur bedingt zustimmen. Ich denke das wir uns nicht vom Alltag so beeinflussen lassen sollten, damit wir in der Partnerschaft das *miteinander* immer hinten und hinten und noch weiter hinten anstellen.
        Ich war 25 Jahre lang verheiratet mit einem Mann, dem *alles andere* wichtiger war als unsere Gemeinschaft.
        Wenn ich ihn daraufhin ansprach, sagte er immer: *das hat jetzt Vorrang, du bist später auch noch da, aber DAS ist jetzt wichtig. Für ihn war es wichtiger. Und solches Verhalten ist für die Liebe ganz schlecht. Aber ich bin einfach nur glücklich weil all das vorbei ist und das seit nunmehr elf Jahren….!
        Segen dir, deinen Lieben und deiner, eurer Liebe.
        M.M.

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