… was ist dabei mein Lernprozess … ich weiß es noch nicht …

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Was hat mir das zu sagen

Ich habe hier hin und wieder über meine *Begegnungen am Wegesrand* berichtet.
Nun habe ich ein Versprechen eingelöst, nämlich den alten Herrn den ich seit sechs Jahren kenne, weil er mich schon so oft eingeladen hat zu besuchen. Er möchte mir gerne den Garten zeigen und die vielen wunderbaren Blumen die seine Frau so herrlich anlegt in den Beeten und überhaupt wie liebevoll und nett sein Zuhause ist, weil er sei doch mit der allerbesten Frau der Welt verheiratet. Die ich übrigens bei den Spaziergängen auch schon kennenglernt habe und von der ich sogar einmal einen Grünpflanzen-Ableger geschenkt bekommen habe. Außerdem lud er mich zu seinem bevorstehenden dreiundneunzigsten Geburtstag ein. Fügt noch hinzu. *Sie sind jederzeit willkommen!*

Gut so dachte ich, dass es eine gute Gelegenheit wäre, ihn, rund um seinen Geburtstag einen kurzen Besuch abzustatten. Wer weiß wie viele Geburtstage ihn in seinem gesegneten Alter noch geschenkt sind und außerdem wollte ich ihm keinesfalls einen Korb geben.

Gut, so erlaubte ich mir vorigen Freitag dieser, seiner Einladung zu folgen. Schrieb ihm in ein Billet mit Blumen, meine Glückwünsche, nahm als kleines Präsent etwas Selbstgemachtes aus meiner Küche und machte mich mit Freude auf den Weg.

Nachdem ich geläutet hatte, öffnete seine Frau Gemahlin die Tür mit den Worten. „Was wollen SIE denn hier?“ „Ich möchte gerne ihren Gatten nachträglich meine Geburtstagswünsche überbringen. Er hat mich eingeladen.“ „Ich lasse sie aber sicher nicht ins Haus.“ „ Das macht nichts. Bitte geben sie ihm das, mit lieben Grüßen.“ Überreichte ihr somit die Karte und das Mitbringsel.

Gestern habe ich diesen Herrn beim Spaziergang das erste Mal seit dieser Begebenheit getroffen. „Also sie haben mir vielleicht einen Wirbel angefangen. Eine richtige Ehekrise. Sie haben es vielleicht nicht böse gemeint, aber bitte gratulieren sie mir nie wieder. Lassen sie mich einfach in Ruhe. Von keinem Menschen habe ich einen Brief zum Geburtstag bekommen. Nur von ihnen, noch dazu von einer fremden Person.“ Sagt er.

„Also, Herr …, ich habe es ganz sicher nicht böse gemeint. Wollte nur ihrer Einladung folgen und ihnen eine kleine Freude machen.“ „Sagen sie ja nichts zu meiner Frau, dass ich mit ihnen gesprochen habe und lassen sie mich in Ruhe!“
***

Eigentlich bin ich immer noch sprachlos. Mir ist sehr bewusst, dass nichts umsonst ist, deshalb will ich erkennen, was diese Begebenheit mir zu sagen hat.

Klar, weiß ich, dass hinter dem Verhalten von seiner Gattin, wie auch von ihm, tiefe Ängste stecken. Aber nichtsdestotrotz ist auch darin für mich ein Lernprozess enthalten.

Was meint ihr. Bin gespannt auf eure Einschätzungen.

Liebe Grüße
Monika-Maria

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29 Gedanken zu „… was ist dabei mein Lernprozess … ich weiß es noch nicht …

  1. Werner

    Liebe Monika-Maria,
    Deine Frage was können wir (Du) aus deinem Erlebnis lernen, ist der Anfang jeder Entwicklung.
    Wer sich keine Fragen stellt, wer sich nicht infrage stellt, der hat umsonst gelebt.
    Doch jeder hat seine eigene Sicht auf Begegnungen, auf den Sinn von Konfrontation und lernt für sich etwas Anderes.
    Bei mir stellen sich folgende Gedanken ein.
    1. Niemand ist wirklich frei.
    Wenn wir unsere Freiheit nicht einfordern, werden wir sie nicht erlangen. Keine Frage jeder versteht unter Freiheit etwas Anderes und viele richten sich in ihrer Unfreiheit ein. Aus Bequemlichkeit, aus Angst vor dem Versagen, um sich nicht dem Leben stellen zu müssen.
    2. Wir leben in einer Welt der Illusion.
    An Deinem Spaziergänger mit 91 Jahren ist zu erkennen, wenn wir uns nicht auf den Weg zur Wahrheit begeben, werden wir bis zum Ende nicht erkennen.
    Dir noch viele Erlebnisse die Dich Fragen stellen lässt.
    Wir leben um zu lernen.
    Dir weiter eine Zeit in
    Harmonie

    Antwort
    1. Werner

      Ich antworte auf mich selbst.
      Tief enttäuscht, doch nicht wirklich überrascht, entnehme ich der Nichtantwort, dass ich nichts Wichtiges, Entscheidendes mitzuteilen habe.
      Mir wurde oft mitgeteilt, jeder lebt sein Leben und darin ist kein Raum für andere Gedanken.
      Ich glaube e nicht, doch ich axeptiere.
      Dir liebe Monika-Maria und deinen Begleitern wünsche ich, sie werden eines Tages ernsthaft wollen zu erkennen, vielleicht finden sie einmal jemand der nicht an materiellem interesiert ist,
      vieleicht findest Du und die anderen einen Weg zur Wahrheit!
      Ich bin offensichtlich nicht der Weg und nichr das Licht.
      Auf jeden Optimisten der ein Licht am Ende des Tunnels sieht, kommt ein Pessimist, der es ausbläßt.
      Dir und Deinen Freunden Erkenntnis und ein wenig Nachdenklichkeit.

      Ich wünsche Dir und Euch allen Gleichgewicht.

      Harmonie

      Keine Antwort erwartend verlasse ich diese Welt.

      Antwort
      1. Monika-Maria Ehliah Autor

        Hallo Werner ich grüße dich und freute, freue mich über dein hier sein.
        Ich bin noch nicht dazu gekommen auf deine und ein paar andere Antworten in adäquaten Ausmaß zu reagieren. Bin die letzten Tage nicht ganz fit und wollte mir noch ein bisschen Zeit lassen.
        Wie du siehst habe ich auf Kommentare geantwortet, welche *rasch* beantwortet werden konnte.
        Mein-nicht-reagieren war nicht gering schätzend oder gleichgültig.
        Tut mir leid, wenn dich damit verletzt habe – das war ganz gewiss nicht meine Absicht.
        Verzeih, das ist nicht meine Art ….
        GLG und Segen!
        M.M.

    2. Monika-Maria Ehliah Autor

      Lieber Werner,
      auch in Anbetracht dessen, dass du diese, meine Antwort nicht lesen wirst,
      will ich antworten. Ich stimme dir in allem was du hie an Gedanken einbringst zu.
      Die eigene Freiheit zu leben heißt, diese auch zu fordern, notfalls ein-zu-fordern.
      Daz braucht es Selbstliebe und Mut und genau das,
      besonders der Mut ist bei vielen Menschen nicht vorhanden.
      Davor ist Mensch halt in keinem Alter gefeit.
      Dir den Deinen alles erdenklich Gute und …
      schade, dass du dich aus diesem meinem Gedanken-Reich verabschiedet hast.
      Auf Wiedersehen lieber Werner und danke für deine langjährige Internet(t)-Freundschaft.
      Segen und Harmonie!
      Herzlichst dankend
      M.M.

      Antwort
  2. fritzi

    also liebe monika maria,
    zuerst war ich ziemlich baff, als ich dies las,
    die einschätzung kam aber jetzt blitzartig,
    die lektion ist wohl:
    „nichts ist so, wie es scheint und wie es nach außenhin aussieht“!
    du hast dir kein gramm vorzuwerfen,
    die beiden werden ihre lektion erst im nächsten leben lernen „müssen“,
    denn für dieses leben ist es für sie schon zu spät!,
    lg. fr.

    Antwort
    1. Monika-Maria Ehliah Autor

      Danke dir liebe Fritzi,
      deine Erkenntnis ist wahr und wirklich.
      So ist es.
      Danke fürs lesen und dich einlassen auf meine Gefühle – Gedanken – Worte.
      Habt es gut und bleibt gesund!
      HERZ-lichst
      M.M.

      Antwort
  3. dobamoblog.wordpress.com

    Liebe Monika-Maria
    Ich wünsche Dir, dass Du doch irgendwann erfährst, wieso dieser Mann Dich einlädt ihn zu besuchen, wenn er doch wissen müsste, dass seine Angetraute damit ganz und gar nicht einverstanden sein wird.
    Diese Frage hätte ich ihm nämlich gestellt.
    Und was Du davon lernen kannst, liegt eh klar auf der Hand.
    Dich keinesfalls davon negativ beeindrucken lassen, sondern zu akzeptieren, dass jeder Mensch seine Geschichte hat, die ihn prägt. Und keiner anders sein kann, als wie er eben ist.
    Ich weiss, dass das grad die Richtige sagt, die sich ein-igelt, weil sie mit den Menschen überhaupt nicht klar kommt.
    Aber trotzdem weiss ich, dass Deine Art mit den Menschen umzugehen, die einzig Richtige ist – nämlich so wie Jesus es uns befohlen hat.
    Glück und Segen Dir und Deinen Lieben
    ❤ Doris ❤

    Antwort
    1. Monika-Maria Ehliah Autor

      Danke dir sehr, liebe Doris.
      Deine Worte sind wahr und wirklich und glaube mir,
      auch ich habe mich schon eingeigelt, aber auf Dauer ist das nicht die Loesung.
      Es oft nicht einfach – aber wir dürfen nicht den Fehler machen,
      die Probleme unserer Mitmenschen zu unseren zu machen.
      Wir sollten sie dort lassen wo sie sind. Seit vielen Jahren lautet einer meiner Leitsätze:
      „Wir dürfen Menschen nicht verändern wollen, aber wir dürfen ihnen den Weg zur Veränderung zeigen.“ Dazu fällt mir auch das ein, was vor mehr als zwanzig Jahren eine sehr weise Schamanin bei der Ausbildung zu mir gesagt hat, nämlich: „Mädchen, ich helfe dir in den Sattel, reiten musst du selbst!“
      So ist es, wir koennen für niemanden den Weg gehen und wer jetzt nicht erkennen will –
      muss es eben später tun.
      Habt ein gutes, gesegnetes Wochenende in Freude – Segen – Harmonie!
      Herzlichst
      M.M.

      Antwort
  4. Ilanah

    Auf jedenfall liegt es nicht an DIR, dass so eine Mißstimmung aufgekommen ist.
    Dem alten Herrn gefällt deine offene Art wahrscheinlich sehr gut, zuhause scheint es ja anders zuzugehen.
    Traurig für ihn, dass er jetzt so reagiert hat.
    Er hätte sich auch entschuldigen können, das wäre das mindeste. Er hat dich ja auch in eine wirklich unschöne Situation gebracht.

    DEINE Lektion besteht darin, zu sehen, dass du dir nichts vorzuwerfen hast und dass du trotz einer solchen Reaktion deine Offenheit bewahrst.

    Antwort
    1. Monika-Maria Ehliah Autor

      Ilanah danke dir!
      Mir ist sehr bewusst, dass dieser alte Mann so reagiert hat, weil er aus Angst vor seine Angetrauten so reagieren musste. Des lieben Haus-Friedens Willen halt.
      Ist halt sehr traurig. Ich habe mir geirrt, denn ich dachte, dass die Zwei ein sehr ruhiges, beschauliches Leben führen.
      Aber – weit gefehlt.
      Das herrschen andere Maßstäbe.
      Segen dir und all deinen Lieben!
      M.M.

      Antwort
      1. Ilanah

        Da wäre ich auch nicht drauf gekommen, dass so viel Bitterkeit, oder fast schon Bosheit dahinter steckt.

        Aber wie sagte meine liebe Oma immer „Man schaut den Leuten auf die Stirn, aber nicht ins Hirn“.

  5. Dieter

    Wer weiß was dort vorgefallen ist und es hat bestimmt nichts mit dir zu tun.
    Von solchen Vorfällen sollte man sich seine offene herzliche Art nicht beeinmflussen lassen, finde ich zumindest.
    Wünsche dir einen schönen sonnigen Tag mit viel Freude
    VG Dieter

    Antwort
    1. Monika-Maria Ehliah Autor

      Dieter – du kannst damit gar nicht so falsch liegen ….
      Glaube mir, meine offene Herzlichkeit wollte ich mir schon gelegentlich abgewoehnen…
      und das seit Jahren – aber – ich kann das nicht – ich schaffe das nicht – anders u sein als ich bin.
      Segen dir und viel, viel Sonne im innen und im außen.
      M.M.

      Antwort
  6. einfachtilda

    Ich finde es traurig. Er hat dich ganz bestimmt über die Glückwünsche gefreut, doch dass die Ehefrau so reagiert, hättest du sicher auch nicht erwartet.
    Besser den Herrn in Ruhe lassen, vielleicht klärt sich alles irgendwann mal, darüber musst du dir jetzt nicht den Kopf zerbrechen und auch nicht soviel hineininterpretieren.

    LG Mathilde 😊😍❤💕💖

    Antwort
    1. Monika-Maria Ehliah Autor

      Danke Mathilde!
      Wahrscheinlich lag es auch nicht an mir,
      sondern schlicht und ergreifend an der Situation.
      Diese Dame kann womoeglich mit offener Herzlichkeit nicht umgehen
      oder kennt sie gar nicht und sieht sich dadurch bedroht. Bedauernswert!
      Liebe Grüße dir und ein gesegnetes Wochenende.
      M.M.

      Antwort
  7. Helga F.

    Bei manchen Menschen sagt man, wo der entlang läuft, wächst kein Gras mehr.Die Angst und das Misstrauen hat das Leben dieser alten Leutchen leider vergiftet.
    Lass einfach weiterhin Segen und Liebe auf Deinem Wege sein,egal wo Du langgehst und wohin Du kommst liebe Monika Maria.Du warst eine Botin der Freude!
    Die Zurückweisung
    zeigt einfach, dass manchige Menschen Liebe und Freundlichkeit noch nicht annehmen können.Das wäre eine Lernaufgabe für diese ältere Dame gewesen und auch für ihren Mann.Wenn sonst niemand gratuliert hat, wurde diese Chance wohl schon öfters ignoriert.

    Antwort
    1. Monika-Maria Ehliah Autor

      Hallo Helga, ja ich denke bei der Dame stimmt die Aussage, dass kein Gras mehr wächst.
      Ihr Mann ist mit seinem fortgeschrittenen Alter, Opfer seiner Angst.
      Angst vor seiner so lieben Frau … wie man(n) sich betet so liegt man(n) eben.
      Auch noch mit beinahe 1oo Jahren.
      Segen!
      M.M.

      Antwort
    1. Monika-Maria Ehliah Autor

      Grüß dich Ingrid!
      Ich kann dich verstehen, denn ich war auch sprachlos darüber.
      Als herzensoffener Mensch kann man sich erst einmal nicht erklären.
      Aber, jeder Mensch hat eben eine Geschichte … die prägt und wer
      nicht lernen will – dem ist nicht zu helfen.
      Segen dir!
      M.M.

      Antwort
  8. Arno von Rosen

    Man lernt daraus, dass viele Menschen anscheinend Dinge sagen die sie gar nicht meinen. Für mich ist sowas reine Zeitverschwendung, deshalb meine ich auch was ich sage liebe MM.

    Antwort
      1. Monika-Maria Ehliah Autor

        Hallo Arno, du hast recht.
        Aber mancher lernt eben nie
        und halten nicht nur die Haustür, sondern auch die Herzenstür fest verschlossen.
        Hab es gut!
        M.M.

  9. mimeisoo

    Sehr irritierend…. Offenbar gibt es sowas! Ich habe auch schon mal sowas ähnliches erlebt und kann mir bis heute keinen Reim daraus machen. Liebe Grüße

    Antwort

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