Archiv der Kategorie: Haiku – Wortmalerei

*Silbenfalter *Kristall* …. meine Beiträge

SF

Kristalle
Winter 2o16/17

Haiku

Wasserstrahl rinnt dünn
Eiskristalle am Brunnen
Rosen sind verfault
***
Pfütze gefroren
Sonne schmilzt Eiskristalle
hohe Schneewächten
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Ast ohne Blätter
Wassertropfen wie Kristall
Steine moosbedeckt
***
Kristall im Fenster
beschlagene Glasscheiben
Sonne trocknet auf
***
Raureif am Efeu
Bergkristall bricht Sonnenlicht
fliegende Krähen
***
Reste von Streusplitt
Salzkristalle am Asphalt
Futterhäuschen leer

***
Gartenlust und Winterzauber
war Thema einer Ausstellung die ich im November besucht habe.
Dadurch inspiriert sind diese  Kristall-Texte entstanden:

Zum Valentinstag
Kristall gefasst in Blüten
goldene Ringe
***
Moos, Zweige, Rosen
Amethyst und Rosenquarz
Kristalle aus Glas
***
Elegante Tischdeko
Regenbogenkristalle
dazu Immergrün
***
Filigran of Art
Fäden und Gräser
Bleikristallperlen
***
Efeublätter mit
farbigen Glaskristallen
schwimmen im Wasser

Floristenkünste feudal
Gartenlust – Winterzauber

© Monika-Maria Ehliah Windtner

… soeben erschienen …

Feierabend Herz Winter

Hier nun meine Texte zum Feierabend
*Phantasie*

An meine Muse

Liebe Muse tritt doch ein!
Ich bitte dich mein Gast zu sein!
Deckst mich zu mit deinen Küssen,
leg Dankbarkeit ich dir zu Füssen.

Komm zu mir – sei für mich da,
so herrlich, wenn wir uns so nah.
Schenkst du mir deine Liebesgaben,
wird mein Herz sich daran laben.

Wenn du mich nährst mit deinen Sinnen,
kann mit der Arbeit ich beginnen.
Dein Musenkuss bringt Harmonie,
bereichert Geist und Phantasie.

***

Allegorie der Phantasie

Gedichte die Geschichte schrieben,
bis heute sind sie uns geblieben.
Rilke, Hesse, Heinrich Heine,
große Meister die ich meine.

Goethe, Schiller, Morgenstern,
die hatten Phantasie so gern.
Eichendorff und Ringelnatz,
machten dieser gerne Platz.

Rosegger, Gebrüder Grimm,
schöne Werke mit viel Sinn.
Die großen Meister liebten sie,
die Allegorie der Phantasie.

***

Gemeinsam sind wir stark

Texte schreiben ist mein Ziel,
schreiben, weil ich schreiben will.
Alles was geschrieben steht,
niemals mehr verloren geht.

Schreib über Himmel, über Erde,
schreib auch über Wolkenpferde.
Über Feuer und Metall
und auch übers Weltenall.

Schreib über Mann und über Frau
und im Frühling übers Blau.
Schreib übers Wasser, über Meere,
schreib auch über Himmelsheere.

Mal über Blumen, über Bäume,
auch über zerbroch´ne Träume.
Schreib über Priester, über Nonnen,
oder über Biotonnen.

Schreib auch über Hirngespinster,
oder wenn es wird bald finster.
Über Liebesfreud und Leid,
über längst vergang´ne Zeit.

Auch über´n Wiener Opernball
und Jägersleut auf jeden Fall.
Schreib über Mütter, über Väter
über manche Missetäter.

Schreib gern über Feiertage,
doch auch über manche Plage.
Doch allein könnt ich das nie,
wär da nicht die Phantasie!

***

Die Phantasie der Jahreszeiten

Sattes Grün mit zarten Spitzen
frühlingsfrisch auf Sträuchern sitzen.
Bunt und leicht zeigt sich der Sommer,
hin und wieder bringt er Donner.

Der Herbst holt schnell den Farbtopf raus,
er pinselt an, leert Farben aus.
Bescheiden karg die Winterzeit,
doch edel ist ihr weißes Kleid.

Natur ist reich an Phantasie,
mit Farb und Formen geizt sie nie.

***

Das Gleichstellwort

Gendern hier – gendern dort,
überall das Gleichstell-Wort.
Es wird sogar davon berichtet,
wenn auf´s Gendern wer verzichtet.

Ich find es gut, wenn wird geachtet,
dass Frauen auch sehr wohl beachtet.
Nur, wird´s beim Dichten zum Problem,
wenn ich „In“ und „Innen“ nehm.

Behutsam wieg ich ab den Text,
doch es ist oftmals wie verhext.
Geb Silben hin und wieder weg,
was ich auch tu, es bleibt ein „Eck“.

Texte sind nicht mehr geschmeidig,
drum ist das Thema manchmal leidig.
Vielleicht ist es auch Ansichtssache,
was ich aus meinen Texten mache.

Für mich ist wichtig, dass er „rund“,
drum geb hiermit die Meinung kund:
Auch Phantasie kann es nicht ändern,
nicht überall gelingt das Gendern.

***

Phantasie im Wohnbereich

Will meinen Wohnraum mir gestalten,
kreativ sein, lass ich walten.
Bunte Stoffe, Rüschen, Draperie,
beflügeln meine Phantasie.

Grünpflanzen und farb´ge Maschen,
Couchbezüge die zum waschen.
An den Wänden Klimt und Schiele,
ach, der Ideen hab ich so viele.

Wenn alles fertig ist zum Schluss,
stellt sich ein, ein Hochgenuss.
Das Ziel ist es und muss so sein,
dass ich glücklich bin im Heim.

***

Kreativität gibt der Phantasie die Hand,
gemeinsam malen sie Gemälde an die Wand.
***
Erst durch den Einfluss einer lebendigen Phantasie
wird ein Dichter zum Poet.
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Griesgrämige Menschen sind reich an Disharmonie,
aber arm an Phantasie.
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Die Phantasie und die Poesie sind Schwestern.
***
Phantasie ist das Brot der Künstler.
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Ein phantasiebegabter Mensch
wird keine Langeweile empfinden.

© Monika-Maria Ehliah Windtner