Archiv der Kategorie: Nur ein Wort

… soeben erschienen …

2017-05-27 10.13.34 FA Frühling 2o17

… ist in der Edition  “Lese-Lebens-Zeichen” der aktuelle Frühlings-Feierabend, der in dieser Ausgabe der “Begeisterung” gewidmet war. Inklusive literarischen Kostbarkeiten, wie “Augenblick”e für die Monate April, Mai, Juni. Ebenso der Silbenfalter zum Thema “Schwalben”.

An dieser Stelle  mein Dank an die Herausgeberin Frau Friederike Amort, die wie bei allen Ausgaben keine Mühen gescheut hat, wundervolle literarische Werke ausgewählt und zusammengestellt hat.

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In dieser Ausgabe hatte ich die Ehre,
neben einer weiterein Autorin
ein Gastwort schreiben zu dürfen:
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Ich bin begeistert!

Eine Aussage die von mir oftmals zu hören ist. Wovon bin ich begeistert? Was kann mich denn begeistern?
Es gibt so vieles das mich begeistert. Die unterschiedlichsten Dinge. Menschen, Ideen, Visionen, Vorstellungen, Aufgaben, Projekte, Texte, Bilder, Tiere, Landschaften, Natur, Naturschauspiele, Pilgern und Pilgerwege, Kunst, die vielen Wunder die mir täglich begegnen.

Das Spektrum ist weit und vielschichtig. Ganz viele Dinge, große wie kleine. Begeistert sein heißt für mich, im Geiste wach und rege zu sein. Nichts, aber schon gar nicht den Geist fest zu halten, sondern ihn fliegen lassen, eintauchen zu lassen in so viel Verschiedenartigkeit. Begeistert sein, heißt für mich aber auch, offen zu sein im Geist und im Herzen. Sich keine geistigen Schranken zu setzen, sondern einfach geschehen lassen, annehmen, loslassen, nicht festhalten und kein verhärtetes Denken oder Fühlen.
Kleingeistiges oder engstirniges Denken, erstickt jegliche Begeisterungsfähigkeit im Keim.
Wichtig ist es auch, meinen Mitmenschen mit Offenheit zu begegnen und ihr Tun zu betrachten. Ihr Hobby, ihre Vorlieben, auch das, was diese Menschen begeistert anzuschauen. Offen zu sein für Dinge die mich vielleicht nicht brennend interessieren, aber mir die Mühe zu machen mich wenigstens damit auseinander zu setzen und dann erst zu urteilen. Als es gleich als Unsinn, Blödsinn oder unsinnig abzutun.

Es bedeutet aber auch abzuwägen, zu prüfen, analytisch zu betrachten. Nach reiflicher Prüfung kann es auch sein, zu erkennen, dass die vorerst da gewesene Euphorie für etwas Bestimmtes sich mindert oder gar verschwindet. Was davon bleibt sind in jedem Fall neue Erkenntnisse, neue Sichtweisen. Man muss nicht zwangsläufig ein Leben lang von denselben Dingen begeistert sein. Mit dem persönlichen Lern- und Entwicklungsprozess kann der Mensch auch aus einer bestimmten Begeisterung heraus wachsen und in eine anderer hinein gleiten.
Das ist vollkommen in Ordnung und normal. Meines Erachtens ist es auch fruchtbringend wenn man an eine Arbeit, eine Aufgabe mit einer gewissen Begeisterung herangeht. Diesen Funken der Freude, in sich wachsen lassen. Ein Funken der zu einem wahren Feuer werden kann. Dann brennt man vor Begeisterung. Wer dieses Brennen, dieses Feuer in sich spürt, denke ich ist auf dem besten Wege, wirklich Großartiges zu schaffen, zu erschaffen. Außerdem ist es belebend, beglückend, es macht glückselig und zufrieden.
Wer begeistert sein kann, kann auch innige Freude empfinden und Freude ist ein wunderbares Lebenselixier das uns froh, leicht, ja beschwingt macht und weiter bringt.
Dieses weiter bringen schafft wiederum Begeisterung.
In diesem Sinne: „Begeistern wir uns für die Begeisterung!“

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Das Wort

Begeistert suche ich das Wort,
das meine Seele hell erleuchtet
und meinen Lesern auch einleuchtet.
Begeistert suche ich das Wort –
es soll stark sein, auch viel sagen,
oder einfach hinterfragen.
Begeistert suche ich das Wort,
das meine Seele hell erleuchtet.

***
Leichtigkeit

Geboren aus dem Sommerwind,
fliegt meine Seele leicht, geschwind.
Sie fliegt zum Himmel, zu den Sternen,
um von dieser Kraft zu lernen.

Fliegt über Wiesen und Gestein,
taucht auch in die Erde ein.
Fliegt zu Blumen ohne Frist,
sie fliegt weil sie begeistert ist.

© Monika-Maria Ehliah Windtner

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Silbenfalter – Schwalben:

Rauchschwalben nisten
Johannisbeertraupen rot
Daunenfeder fliegt

Gewitter zieht auf
Schwalben flattern unruhig
Apfelbaumast bricht

Wasserspiegel glatt
Uferschwalbe jagt Insekt
Triebe am Rosmarin

Schwalbe an Schwalbe
stürmischer Wind peitscht Regen
Schutz unterm Flieder

Holunderstrauch blüht
im Nest piepsende Jungvögel
Schwalbenmutter fliegt

Junge Brennnesseln
Schwalbe pickt trockenen Lehm
Insekten beim Teich

Tropfen auf Gräsern
Rosenknospen geschlossen
Schwalbenschwarm steigt auf

Körper statt Leinwand
Schwalbentattoo am Rücken
modern und trendig

Süßes genießen
Cafe Mehlschwalbe in Graz
Franziskanerplatz

© Monika-Maria Ehliah Windtner

Mit vielen lieben Grüßen
Monika-Maria

Worte beim Wort genommen ….

…Worte… Worte… Worte… Worte…

Worte beim Wort genommen

Das Wort hab´ ich beim Wort genommen –
und neuen Durchblick ich gewonnen.
Hab´ eine klare Sicht bekommen,
weil – das Wort hab´ ich beim Wort genommen.
Mein Geist – er ist nicht mehr verschwommen,
auch meine Fragen sind zerronnen.
Das Wort hab´ ich beim Wort genommen –
und neuen Durchblick ich gewonnen.

© Monika-Maria Ehliah Windtner

…Worte… Worte… Worte… Worte…

Mein lieber, jahrzehntelanger Freund
Helmuth Türk, Public Relations Management  in
Attnang-Puchheim, gibt in regelmäßigen Abständen philosophische Schriften heraus. Als Fußnote schreibt Helmuth dazu:
* Die Fußnoten beinhalten vertiefende Informationen, zu ausgewählten (Fach)Begriffen, die ich hier gerne anzeigen will.
” Oftmals sind es geradezu diese Worte oder Redensarten die ich verwendet habe, deren Bedeutung ich selbst schon immer wissen wollte. Deshalb: Worte beim Wort genommen. Auch für mich selbst.*
Dazu und deswegen, habe ich das oben stehende Gedicht geschrieben.

Für mich als *Schreibende* haben Worte eben einen hohen Stellenwert in meinem Leben. Ich beschäftige mich gerne mit dem Wort. Auf vielen verschiedenen Ebenen. Gerade deshalb berühr mich das *Worte beim Wort genommen* besonders.

Danke dir lieber Helmut für all deine weisen, philosophischen, nachdenkenswerten, kreativen, vielfältigen Worte und Wort –Schöpfungen und dafür, weil du ich daran teilhaben darf.

Mit lieben Grüßen …. hinaus in die Welt
Monika-Maria

… soeben erschienen …

Feierabend Herz Winter

Hier nun meine Texte zum Feierabend
*Phantasie*

An meine Muse

Liebe Muse tritt doch ein!
Ich bitte dich mein Gast zu sein!
Deckst mich zu mit deinen Küssen,
leg Dankbarkeit ich dir zu Füssen.

Komm zu mir – sei für mich da,
so herrlich, wenn wir uns so nah.
Schenkst du mir deine Liebesgaben,
wird mein Herz sich daran laben.

Wenn du mich nährst mit deinen Sinnen,
kann mit der Arbeit ich beginnen.
Dein Musenkuss bringt Harmonie,
bereichert Geist und Phantasie.

***

Allegorie der Phantasie

Gedichte die Geschichte schrieben,
bis heute sind sie uns geblieben.
Rilke, Hesse, Heinrich Heine,
große Meister die ich meine.

Goethe, Schiller, Morgenstern,
die hatten Phantasie so gern.
Eichendorff und Ringelnatz,
machten dieser gerne Platz.

Rosegger, Gebrüder Grimm,
schöne Werke mit viel Sinn.
Die großen Meister liebten sie,
die Allegorie der Phantasie.

***

Gemeinsam sind wir stark

Texte schreiben ist mein Ziel,
schreiben, weil ich schreiben will.
Alles was geschrieben steht,
niemals mehr verloren geht.

Schreib über Himmel, über Erde,
schreib auch über Wolkenpferde.
Über Feuer und Metall
und auch übers Weltenall.

Schreib über Mann und über Frau
und im Frühling übers Blau.
Schreib übers Wasser, über Meere,
schreib auch über Himmelsheere.

Mal über Blumen, über Bäume,
auch über zerbroch´ne Träume.
Schreib über Priester, über Nonnen,
oder über Biotonnen.

Schreib auch über Hirngespinster,
oder wenn es wird bald finster.
Über Liebesfreud und Leid,
über längst vergang´ne Zeit.

Auch über´n Wiener Opernball
und Jägersleut auf jeden Fall.
Schreib über Mütter, über Väter
über manche Missetäter.

Schreib gern über Feiertage,
doch auch über manche Plage.
Doch allein könnt ich das nie,
wär da nicht die Phantasie!

***

Die Phantasie der Jahreszeiten

Sattes Grün mit zarten Spitzen
frühlingsfrisch auf Sträuchern sitzen.
Bunt und leicht zeigt sich der Sommer,
hin und wieder bringt er Donner.

Der Herbst holt schnell den Farbtopf raus,
er pinselt an, leert Farben aus.
Bescheiden karg die Winterzeit,
doch edel ist ihr weißes Kleid.

Natur ist reich an Phantasie,
mit Farb und Formen geizt sie nie.

***

Das Gleichstellwort

Gendern hier – gendern dort,
überall das Gleichstell-Wort.
Es wird sogar davon berichtet,
wenn auf´s Gendern wer verzichtet.

Ich find es gut, wenn wird geachtet,
dass Frauen auch sehr wohl beachtet.
Nur, wird´s beim Dichten zum Problem,
wenn ich „In“ und „Innen“ nehm.

Behutsam wieg ich ab den Text,
doch es ist oftmals wie verhext.
Geb Silben hin und wieder weg,
was ich auch tu, es bleibt ein „Eck“.

Texte sind nicht mehr geschmeidig,
drum ist das Thema manchmal leidig.
Vielleicht ist es auch Ansichtssache,
was ich aus meinen Texten mache.

Für mich ist wichtig, dass er „rund“,
drum geb hiermit die Meinung kund:
Auch Phantasie kann es nicht ändern,
nicht überall gelingt das Gendern.

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Phantasie im Wohnbereich

Will meinen Wohnraum mir gestalten,
kreativ sein, lass ich walten.
Bunte Stoffe, Rüschen, Draperie,
beflügeln meine Phantasie.

Grünpflanzen und farb´ge Maschen,
Couchbezüge die zum waschen.
An den Wänden Klimt und Schiele,
ach, der Ideen hab ich so viele.

Wenn alles fertig ist zum Schluss,
stellt sich ein, ein Hochgenuss.
Das Ziel ist es und muss so sein,
dass ich glücklich bin im Heim.

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Kreativität gibt der Phantasie die Hand,
gemeinsam malen sie Gemälde an die Wand.
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Erst durch den Einfluss einer lebendigen Phantasie
wird ein Dichter zum Poet.
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Griesgrämige Menschen sind reich an Disharmonie,
aber arm an Phantasie.
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Die Phantasie und die Poesie sind Schwestern.
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Phantasie ist das Brot der Künstler.
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Ein phantasiebegabter Mensch
wird keine Langeweile empfinden.

© Monika-Maria Ehliah Windtner