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Vorausschau in Freude – 8.Landler Poetentage 2o17

Erde - Maulwurfshügel

Auf die Literaturbühne in der Steiermark wird in diesem Jahr bei den 8. Landler Poetentagen, das Thema „Erde“ vor den Vorhang gebeten. Wahrhaftig wieder ein anspruchsvolles Themengebiet, das auch aus poetischer Sicht einiges zu bieten hat. Zwei Themen-Ansatzpunkte sozusagen (sozuschreiben) in einem Wort. Die „Erde“ als Wachstum gebend, Leben spendend und die *Erde, als unser aller Lebensraum schlechthin.

So freue ich mich sehr auf die Verinnerlichung dieses Themas. Auf die Auseinandersetzung damit, auf die gewonnenen Erkenntnisse und dem damit unweigerlich verbundenen persönlichem Wachstum.

- Welt

Ich wünsche jetzt schon der Initiatorin und Organisatorin Frau Friederike Amort aus Landl, kreative Gedanken, Freude und Gelingen bei der Umsetzung ihrer Ideen und Vorstellungen. Tatkraft, Geduld und Ausdauer, dies alles bei allerbester Gesundheit und mit froher Herangehensweise.
Den Autorinnen und Autoren wünsche ich viele Geistesblitze und erdverbundene Texte.

Akrotoleuton:
Zum Thema Erde

E rde lebe!
R eigentanz im Erdenrund!
D rehe deine Runden weiter
E ine Gnade – uns zur Freude!

Einige klitzekleine, bescheidene Texte habe ich schon fertig!

Herzlichst
Monika-Maria

Für Frau Friederike Amort, meiner lieben Dichterschwester!

Rosenherz

Meine Lieben,
alle die meinen Blog lesen, wissen dass ich die große Freude habe,
für die Literatur-Editionen von der Herausgeberin Frau Friederike Amort aus Großreifling, Landl, Steiermark schreiben darf. So wisst ihr auch, dass die *Fritzi* welche auch die Initiatorin und Organisatorin der *Landler Poetentage* ist und dass sie uns immer literarische Themen vorgibt und uns Autorinnen und Autoren bittet,  dazu etwas Passendes zu schreiben.
Für mich ist das Thema jedes Mal eine spannende Angelegenheit.
Nicht jedes Mal beginnt ein erfreulicher, erstrebenswerter Schreib-Fluss. Aber die Themen brennen sich in meinen Geist und mein Herz ein. Glücklicherweise kann und darf ich nichtsdestotrotz immer wieder etwas beitragen. dazu habe ich nun für unsere Fritzi folgendes Gedicht verfasst:

Literatureditionen Lebens-Lese-Zeichen

Feierabend, Augenblick,
Silbenfalter welch ein Glück.
Poetentage noch dazu,
da kann ich schreiben immerzu.

Die Themen denkt die Fritzi aus,
das ist recht gut, das ist kein Graus.
Denn jedes Mal wenn ich es weiß,
was Thema ist, dann wächst mein Fleiß.

Ich lass mich ein, mein Herz es brennt
bei jedem Thema ohne End´.
Hab dann nur mehr *das* Wort im Kopf,
es hängt an mir so wie ein Zopf.

Ich denke hin, ich denke her
und manches Mal war´s richtig schwer.
Das *eine* Wort aufzubereiten,
tat mache Sorge mir bereiten.

Auf einmal wird mir wohl ums Herz,
verschwunden ist der Dichterschmerz.
Die Worte purzeln einfach ´raus,
ich freue mich – geb´ mir Applaus.

© Monika-Maria Ehliah Windtner
26.o7.2o16
****
Liebe Fritzi, hab Dank für dein Wirken, Schafen, Hoffen, Bangen,
Malen, Schreiben, Nähen und für soviel mehr.
DANKE!
Mit liebsten Grüßen
auch an deine liebe Familie
M.M.

… soeben erschienen …

FA Herbst 2o16

… in den Editionen Lebens-Lese-Zeichen ist
der FEIERABEND inklusive den Beilagen
Silbenfalter und Augenblicke …
Danke, liebe Fritzi für all dein Tun,
zum Wohle des geschriebenen Wortes.

Das literarische Thema
das Feierabends war:
*Gegenwart*
das des Silbenfaltes
*Scheune*

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Hier nun die Texte mit denen ich dabei sein darf:

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Wer ständig nur an morgen denkt,
die Aufmerksamkeit vom jetzt weg lenkt,
der kann nicht spüren wie es ist,
wenn man den Augenblick genießt.

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Für meine Pilgerfreundin und Nachbarin:
Rosi rutschte aus am Stein,
drum fiel sie in den Bach hinein.
Am Arm trägt sie jetzt einen Gips,
jetzt ruht die Arbeit, das ist fix!

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Gegenwärtig ist es so,
dass das Herz oft gar nicht froh,
bei so viel Not, bei so viel Pein,
glücklicher Erdengast zu sein.

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Allgegenwärtig

Die Turmuhr schlägt zur Viertelstund´,
sie gibt damit die Zeit mir kund´.
Sie schlägt, ist Tag und Nacht präsent,
im Dorf sie wohl ein jeder kennt.

Ich mag den Schlag der Turmuhr gern,
ich höre sie von nah, von fern.
Auch wenn die Nacht sich macht so breit,
die Turmuhr schlägt, gibt ihr Geleit.

Und ist mein Herz mal schwer und bang,
das geht vorbei – zeigt sie mir an.
Doch wenn das Leben ist voll Lachen,
wird ihr Ton nicht Pause machen.

Die Turmuhr schlägt zur Viertelstund´,
sie gibt damit die Zeit mir kund´.
Wenn ich werd´ gehen von der Welt,
ihr Schlag, mein Herz noch mal erhellt.

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Begegnungen am Wegesrand

Bei meinen ausgedehnten Spaziergängen mit meinem Hundefreund gibt es wahrlich viele Begegnungen. Begegnungen unterschiedlichster Art, mit unterschiedlichsten Menschen und ebensolchen Situationen. Wir kommen an vielen Häusern, Gärten, Schrebergärten vorbei. Wir kennen die Menschen, die Menschen kennen uns.
Es gibt die einen, die schon an den Gartenzaun gehen, wenn sie sehen, dass wir uns ihrem Hause nähern. So wie die fünfundachtzigjährige Frau Anna. Sie erzählt gerne – ich höre ihr gerne zu. Frau Anna ist gebürtige Sankt Florianerin, ich lebe seit mehr als dreißig Jahren hier. Aber von ihr kann ich immer wieder etwas erfahren, über den Ort, seine Geschichte oder die Menschen hier. Von Frau Anna erfahre ich wer hier mit wem verwandt ist. Wer hier wo und wann gearbeitet hat. Wer mit wem und so weiter und so fort.
Sie erzählt mir von ihren elf Geschwistern von denen sieben in Sankt Florian leben. Es ist für mich interessant. Ich kenne sie alle, wusste aber nicht dass diese Menschen so nahe miteinander verwandt sind. Wenn Frau Anna an den Gartenzaun kommt, nehme ich mir Zeit für diese Plaudereien.

Auch Herr L. ist einer jener liebenswerten Personen, die ich fast täglich treffe, seit fünf Jahren. Ihn treffe ich auf dem Weg. Entweder wir plaudern kurz Belangloses oder wir setzen uns auf *unser Bankerl* gegenüber vom Sportplatz. Herr L. feierte im Mai seinen einundneunzigsten Geburtstag. Auch Herrn L. höre ich gerne zu. Ich mag es wenn er erzählt. Für mich hat seine Art zu reden etwas Meditatives. Er sagt mir immer wie das Wetter wird. Er erzählt von seiner Frau, seinen Kindern, seinem Leben als Sägewerksleiter. Herr L. berichtet voll Stolz und Freude über die Liebe zu seiner Frau und dass er keine Sekunde auf sie verzichten möchte und dass sie den allerschönsten Garten in Sankt Florian hat. Auch für Herrn L. diesen liebenswerten alten Mann, nehme ich mir gerne Zeit.
Es ist auch erfreulich mit anderen Hundehaltern im vorübergehen, das eine oder andere Wort zu wechseln oder so viele Wörter dass es sich die Hunde in der Wiese gemütlich machen beim Warten auf die Fortsetzung des Spazierganges. Die Liste der netten Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartner ließe sich fortführen. Jedes Mal wenn sich unsere Wege wieder trennen, egal von wem auch immer, freue ich mich, mir die Ruhe und den Luxus für diese Begegnung genommen zu haben. Es ist wertvoll für mich, für meine Seele für mein Mensch sein. Ich freue mich wenn ich für mich feststellen kann, ich war aufmerksam in der Gegenwart. Habe mich alldem Schönen mit diesen Menschen hingegeben. Oftmals darf ich auch ihn ihren Gesichtern die Freude über unsere Begegnung erkennen.

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An der Bushaltestelle

Am Stadtrand von Linz . Freitag-Nachmittag so gegen sechzehn Uhr an der Bushaltestelle Hartheimerstraße in Linz-Ebelsberg Richtung Sankt Florian. Gegenüberliegend die Straßenbahnhaltestelle- Hartheimerstraße. Stadtein- und stadtauswärts verkehren hier die Straßenbahnen. Momentan herrscht Ferienfahrplan, im Zwölf –Minutentakt fahren die Straßenbahnen zurzeit. Außerhalb der Ferien, alle sieben Minuten. Ich warte auf meinen Post-Bus, dieser wird wohl in zehn bis fünfzehn Minuten eintreffen. Warte und beobachte die Menschen. In unmittelbarer Nähe der Haltestellen, befindet sich ein Supermarkt, ein Cafe und ein Drogeriemarkt inklusive Parkplatz. Geschäftiges Treiben, es ist viel los. Die Menschen laufen, eilen, hetzen. Manche sind in Begleitung ihres Hundes. Einige von den Hunden werden schonungslos hinterher gezogen. Keine Zeit um die arme Hundeseele schnüffeln zu lassen. Kinder werden unsanft in die Autos bugsiert. Mütter schreien. Väter schimpfen. Eine etwas ältere Dame überquert mit ihrem Rollator die Straßenbahnschienen, prompt verkeilt sich eines der Räder darin und ohne der Unterstützung eines ihr zu Hilfe eilenden jungen Mannes hätte sie sich wohl aus dieser misslichen Lage nicht befreien können. Die beiden verlassen den Ort des Geschehens Richtung Cafe. Erfreulich!
Ein Herr ruft ihnen nach. *Blöde alte Kuh, bleib daheim, du Trampel wenn du nicht mehr anständig hatschen kannst!*

Immer wieder Hupkonzerte und quietschende Reifen, weil es unglaublich viele Menschen gibt, die unter Einsatz ihres Lebens noch die Straßenbahn erwischen wollen. Ohne Rücksicht auf nur irgendetwas setzen sie ihr Leben aufs Spiel damit sie keine zwölf Minuten warten müssen.

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G estern –
E s ist vorbei.
G eschichte! Deshalb will ich die
E inzigartikeit eines jeden Augenblickes
N ützen als Chance.
W as morgen kommen wird?
A lles ist möglich! Ich
R ichte meine Aufmerksamkeit auf den heutigen
T ag.

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G ewitter in der Nacht.
E in Unwetter,
G roße Hagelkörner,
E rhebliche Windböen peitschten die
N atur. Starker Regen.
W assermassen konnten vom
A cker nicht aufgenommen werden.
R ettungseinsätze der Feuerwehrmänner. Bei
T agesanbruch keine sichtbaren Schäden.

Gewitter am 23.7.2o16 um 22.3o Uhr

© Monika-Maria Ehliah Windtner

Danke liebe Fritzi weil ich mit dabei sein darf.
Danke, weil meine Texte bei dir Gefallen finden.

goldenes Herz

HERZ-lichst
M.M.